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Verlassen… Fotografien von Andreas Warlich

Fotografien aus den Lungenheilstätten Beelitz und Grabowsee und anderen verlassenen Gebäuden
Die Lungenheilstätten Beelitz und Grabowsee wurden Anfang des letzten Jahrhunderts gebaut, dienten dann als Lazarette und später als Kasernen für sowjetische Soldaten. Danach wurden sie dem Verfall und Vandalismus preisgegeben.
Marode Gebäude, lange Gänge, abblätternde Farbe und ein teilweise unheimliches Ambiente faszinieren den Fotografen Andreas Warlich aus Garbsen bei Hannover. Seine Fotografien halten einen Moment im Gang der Zeit fest und dokumentieren irritierende Arrangements und Graffitti. Die Fotografien wurden behutsam bearbeitet und bekommen dadurch eine intensive Ausstrahlung.
http://www.a-warlich.de

Die Ausstellung im Rathaus Bienenbüttel, Marktplatz 1, wird am Freitag, den 5.5.2017 um 19:00 Uhr eröffnet und wird bis zum 16.6.2017 zu sehen sein.

 

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Ernst Odefey (1882-1964) MALEREI UND GRAFIKEN

Erstaunlich und bewegend zugleich, welche Schätze sich in so manchen privaten  Archiven im Verborgenen halten. Die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg hatte mit der retrospektiven Ausstellung zu Leben und Werk des Hamburgers Malers und Grafikers Ernst Odefey, nach langer Zeit des Stillstands, zwischen Mai und September 2016 einige seiner verborgenen Schätze der Öffentlichkeit präsentiert. Ernst Odefey wirkte zu seinen Lebzeiten eher im Verborgenen, einen ersten großen Erfolg konnte er dank Lichtwark verzeichnen, der von ihm 1912 für die Hamburger Kunsthalle Odefeys Bildnis des Malers Linde erstanden hat. Erst nach seinem Tode rückte Odefeys Werk verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Dem Kulturverein Bienenbüttel wurde die Möglichkeit geboten, eine Ausstellung mit einer Auswahl von Odefeys Bildern zu erstellen, die sich aus einem Fundus von mehreren hundert Werken rekrutiert.

Worauf darf der Ausstellungsbesucher sich freuen? Vor allem sind es jene Bilder, in denen sich die Landschaften widerspiegeln, die für den Norden mit seinen Küsten, Häfen, Flüssen, mit seinem Licht, seinem hohen Himmel und unspektakulären Weiten so prägend sind. Ernst Odefey hat sich an wechselnden Orten im Norden Deutschlands – vor allem in der Küstenregion, in den Elbniederungen, in der Lüneburger Heide, aber auch auf der dänischen Insel Bornholm – inspirieren lassen. Seine Bilder belegen, was ihn an diesen Orten faszinierte. Zum einen ist es das Meer mit seinen wechselnden Farben, sind es die Wolkenformationen, deren Farbenspiel den Sommer zum Greifen nah erscheinen lässt. Zum anderen sind es auch Portraits von Fischern, aber auch von Menschen, die ihm nahestanden, ausdrucksstarke Gesichter, die in Farben gehalten sind, die sich in den Landschaftsbildern wiederfinden lassen.

Einflüsse des Impressionismus, die sich aus Odefeys Studienaufenthalt in Paris ergeben haben, mehr noch später Einflüsse des deutschen Expressionismus mit seinen experimentierfreudigen  kräftigen Farben sind unverkennbar, nie aber ging er soweit, den ihm eigenen Malstil aufzugeben. Seine klaren, kräftigen Farben sind niemals knallig, tun, wenn man so will, dem Auge des  Betrachters gut, üben eine eher beruhigende Wirkung aus, lassen, um an dieser Stellen einen wohlbekannten Spruch zu zitieren: Die Seele baumeln.

Von gleich hoher Qualität sind Odefeys Farbholzschnitte, Kohlezeichnungen und Grafiken mit Motiven aus dem Hamburger oder Lüneburger Stadtbild. Wir freuen uns, dass wir auch aus diesem Genre einen Teil aus Odefeys Gesamtwerk in der Ausstellung präsentieren dürfen.

Die Ausstellungseröffnung ist am 10. Februar 2017, sie endet am 31. März 2017.
hb

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