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Ernst Odefey (1882-1964) MALEREI UND GRAFIKEN

Erstaunlich und bewegend zugleich, welche Schätze sich in so manchen privaten  Archiven im Verborgenen halten. Die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg hatte mit der retrospektiven Ausstellung zu Leben und Werk des Hamburgers Malers und Grafikers Ernst Odefey, nach langer Zeit des Stillstands, zwischen Mai und September 2016 einige seiner verborgenen Schätze der Öffentlichkeit präsentiert. Ernst Odefey wirkte zu seinen Lebzeiten eher im Verborgenen, einen ersten großen Erfolg konnte er dank Lichtwark verzeichnen, der von ihm 1912 für die Hamburger Kunsthalle Odefeys Bildnis des Malers Linde erstanden hat. Erst nach seinem Tode rückte Odefeys Werk verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Dem Kulturverein Bienenbüttel wurde die Möglichkeit geboten, eine Ausstellung mit einer Auswahl von Odefeys Bildern zu erstellen, die sich aus einem Fundus von mehreren hundert Werken rekrutiert.

Worauf darf der Ausstellungsbesucher sich freuen? Vor allem sind es jene Bilder, in denen sich die Landschaften widerspiegeln, die für den Norden mit seinen Küsten, Häfen, Flüssen, mit seinem Licht, seinem hohen Himmel und unspektakulären Weiten so prägend sind. Ernst Odefey hat sich an wechselnden Orten im Norden Deutschlands – vor allem in der Küstenregion, in den Elbniederungen, in der Lüneburger Heide, aber auch auf der dänischen Insel Bornholm – inspirieren lassen. Seine Bilder belegen, was ihn an diesen Orten faszinierte. Zum einen ist es das Meer mit seinen wechselnden Farben, sind es die Wolkenformationen, deren Farbenspiel den Sommer zum Greifen nah erscheinen lässt. Zum anderen sind es auch Portraits von Fischern, aber auch von Menschen, die ihm nahestanden, ausdrucksstarke Gesichter, die in Farben gehalten sind, die sich in den Landschaftsbildern wiederfinden lassen.

Einflüsse des Impressionismus, die sich aus Odefeys Studienaufenthalt in Paris ergeben haben, mehr noch später Einflüsse des deutschen Expressionismus mit seinen experimentierfreudigen  kräftigen Farben sind unverkennbar, nie aber ging er soweit, den ihm eigenen Malstil aufzugeben. Seine klaren, kräftigen Farben sind niemals knallig, tun, wenn man so will, dem Auge des  Betrachters gut, üben eine eher beruhigende Wirkung aus, lassen, um an dieser Stellen einen wohlbekannten Spruch zu zitieren: Die Seele baumeln.

Von gleich hoher Qualität sind Odefeys Farbholzschnitte, Kohlezeichnungen und Grafiken mit Motiven aus dem Hamburger oder Lüneburger Stadtbild. Wir freuen uns, dass wir auch aus diesem Genre einen Teil aus Odefeys Gesamtwerk in der Ausstellung präsentieren dürfen.

Die Ausstellungseröffnung ist am 10. Februar 2017, sie endet am 31. März 2017.
hb

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Mathias Bozó – singt und spielt Udo Jürgens

Der Kulturverein Bienenbüttel präsentiert

am Samstag, den 18.2.2017 um 20 Uhr
im Gemeindehaus Bienenb
üttel, Kirchplatz 6

den Bienenbütteler Musiker Mathias Bozó.

Man kann Mathias Bozó getrost als den authentischsten Udo Jürgens – Interpreten bezeichnen. Immer wieder äußern Zuhörer nach seinen Auftritten, sie hätten das Gefühl gehabt Udo Jürgens singe selbst oder sei anwesend gewesen. Bozó legt keinen Wert auf äußere Imitation, sondern auf den Ausdruck möglichst tief empfundener Inhalte und Melodien.
Schon im Alter von 11 Jahren begann er, unter anderem Lieder von Udo Jürgens und Reinhard Mey nachzusingen und sich am Piano dazu zu begleiten. Dabei begeisterte er sich schon immer für die besonderen Lieder des Udo Jürgens, die seine tiefe Emotionalität und Verletzlichkeit, seine stets zeitkritische Haltung und seine visionäre Größe zum Ausdruck brachten. Die Aufrichtigkeit der Texte und die Kraft der Melodien stellt er auch in seinem aktuellen Programm „Ein neuer Morgen – die besonderen Lieder des Udo Jürgens“ in den Vordergrund.
„Nur“ mit Piano und Gesang bringt Mathias Bozó die Dynamik und Eigenheit der Lieder nah am Original zum erklingen, und hat doch eine erfrischend eigene Note der Interpretation gefunden. Man wird aus einem seiner Konzerte gleichermaßen beschwingt von bekannten Melodien als auch bereichert durch bislang unbekannte Lieder und Aspekte des Komponisten und Chansoniers nach hause gehen.

 

 

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